Installation "Unvollkommenheiten" von Nathalie Arun

Installation "Unvollkommenheiten" von Nathalie Arun

 

Die Installation „Unvollkommenheiten“ nimmt ein Zitat des Philosophen Sören Kierkegaard auf, der einen Ursprung von Zweifeln darin sieht, dass Menschen auf Umwegen, Irrwegen und in Gegensätzen dasjenige entwickeln, was sie im Leben – häufig unbewusst – erreichen wollen. In den Unvollkommenheiten erprobt der Mensch sich selbst und sein Leben.

 

Eine Spirale hängt wie ein großes Fragezeichen in dem 4 m hohen Raum nach unten. An einigen Stellen dieser Spirale haften Blütenblätter. Die Blütenblätter, die spiralförmig in den Raum hängen, symbolisieren diesen Gegensatz von Vollkommenheit und Unvollkommenheit. Die frischen Blüten wirken vollkommen, im Verlauf der Zeit welken die Blüten dahin, werden brüchig, hängen herab, verlieren an Farbe. In den Unvollkommenheiten schält sich das Wesen des Menschen und das, was er anstrebt, heraus – ohne dass sich der Mensch dessen bewusst ist – als spürbares Zeichen für diesen Prozess entstehen Zweifel, Konflikte, Mißstimmungen, Brüche.

 

Kierkegaard schreibt:

 

" Es gehört zu den Unvollkommenheiten unseres Wesens, daß wir erst durch den Gegensatz hindurch müssen, um zu erreichen, was wir erstreben."
Sören Kierkegaard: „Entweder-Oder“ 1. Teil, Philosophische Schriften, Frankfurt am Main: Zweitausendeins 2007, S. 25

 

 

 

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letzte Änderung 8.03.2019